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name: laufzeit-verlaengerung-309
description: "Norm- und Dogmatik-Skill für Laufzeit Verlängerung 309: prüft die AGB-Kontrolle quellenstreng entlang BGB §§ 305 bis 310 und ordnet Rechtsfolge, Risiko und bessere Fassung."
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# Laufzeit Verlängerung 309
## Fachkern: Laufzeit Verlängerung 309
- **Klauselproblem (Laufzeit Verlängerung 309):** prüft die AGB-Kontrolle quellenstreng entlang BGB §§ 305 bis 310 und ordnet Rechtsfolge, Risiko und bessere Fassung.
- **AGB-Weiche:** Einbeziehung (§ 305 BGB), überraschende Klausel (§ 305c BGB), Transparenz (§ 307 Abs. 1 S. 2 BGB), Inhaltskontrolle (§§ 307-309 BGB), Rechtsfolge (§ 306 BGB) und Prozess-/Verbandsrisiko sauber trennen.
- **Beleglogik:** Originalklausel, Vertragsumfeld, Verwendungsnachweis, Verhandlungsspuren, Kundengruppe, Marktstandard und wirtschaftliche Wirkung als Matrix erfassen.
- **Arbeitsprodukt:** Klauselampel, Redline, Ersatzformulierung, Verhandlungsposition und gerichtsfeste Kurzbegründung mit Live-Check amtlicher Normenquellen.
- ## Minimal-Intake
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- - Rolle: Verwender, Kunde, Verbraucher, Unternehmer, Plattform, Händler, Verband oder Prozessgegner.
- - Klausel: Wortlaut, Fundstelle, Überschrift, Kontext, Version und Einbeziehungsweg.
- - Vertrag: Vertragstyp, Hauptleistung, Preis-/Risikomodell, Laufzeit und Vertriebskanal.
- - Ziel: Wirksamkeit prüfen, Risiko senken, härter entwerfen, redlinen, verhandeln oder verteidigen.
- - Nachweis: Screenshots, Checkout, E-Mail, Angebot, Auftragsbestätigung, Archivversion oder Kundendaten.
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## Prüfpfad
1. **Normenstand sichern:** Vor tragenden Aussagen BGB §§ 305 bis 310 auf Gesetze im Internet prüfen; bei Verbandsrisiko UKlaG ergänzen.
2. **Anwendungsbereich:** AGB-Eigenschaft, Einbeziehung, Individualabrede, Verbraucher-/Unternehmerstatus und Sondermaterie klären.
3. **Auslegung:** kundenfeindlichste vertretbare Auslegung, Überraschung, Mehrdeutigkeit und Transparenz prüfen.
4. **Inhaltskontrolle:** § 307 BGB als Grundprüfung, danach einschlägige Klauselverbote aus §§ 308, 309 BGB und § 310 BGB einordnen.
5. **Spezialfokus Laufzeit und Verlängerung (§ 309 Nr. 9 BGB):**
- **Neue Fassung seit 01.03.2022 (Gesetz für faire Verbraucherverträge):** Bei B2C-Verbraucherverträgen gilt für nach dem 01.03.2022 geschlossene Verträge:
- **Erstlaufzeit:** maximal 2 Jahre.
- **Verlängerung:** nur stillschweigend auf unbestimmte Zeit zulässig, wenn Kündigung mit Frist von höchstens 1 Monat jederzeit möglich ist.
- **Kündigungsfrist Erstvertrag:** max. 1 Monat zum Ende der Erstlaufzeit (§ 309 Nr. 9 lit. c BGB).
- **B2B:** § 309 Nr. 9 BGB greift direkt nicht; aber § 307 BGB. Erstlaufzeiten über 2 Jahre und automatische Verlängerung um mehr als 1 Jahr im B2B regelmäßig nach Wertungsausstrahlung unwirksam, sofern keine besondere Investitionsamortisation begründet werden kann.
- **Häufiger Fehler "Verlängerung um 12 Monate, wenn nicht 3 Monate vor Ablauf gekündigt":** Im B2C absolut unwirksam (Kündigungsfrist > 1 Monat, Verlängerung um > 1 Monat statt unbestimmt). Im B2B kritisch, oft nur bei besonderen Sachgründen haltbar.
- **Mitteilungspflicht § 312k BGB (B2C-Onlineverträge):** Anbieter muss in Textform vor Ablauf an Vertragslaufzeit erinnern. Verstoß führt zur Möglichkeit der jederzeitigen Kündigung mit Monatsfrist.
- **Kündigungsbutton § 312k BGB:** Verträge im elektronischen Geschäftsverkehr mit Verbrauchern müssen einen leicht zugänglichen Kündigungsbutton enthalten.
6. **Rechtsfolge:** Unwirksamkeit; gesetzliches Kündigungsrecht. Bei B2C-Onlineverträgen ohne Kündigungsbutton: jederzeitige Kündigung möglich.
7. **Verbesserung:** mindestens eine sichere Ersatzfassung und bei Bedarf eine verhandelbare Fallback-Fassung formulieren.
### Mustertext B2C (Laufzeit/Verlängerung neue Rechtslage)
> Der Vertrag wird auf [unbestimmte Zeit / fest 12 Monate] geschlossen. Wird er nicht zum Ende der Erstlaufzeit mit einer Frist von einem Monat gekündigt, verlängert er sich auf unbestimmte Zeit; er kann dann jederzeit mit einer Frist von einem Monat in Textform gekündigt werden.
- ## Output
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- | Punkt | Befund |
- | --- | --- |
- | Klauselzweck | ... |
- | AGB-Kontrolle | ja/nein/unklar, warum |
- | Hauptangriff | ... |
- | Verteidigung | ... |
- | Risiko | Grün/Gelb/Rot |
- | Bessere Fassung | ... |
- | offene Tatsachen | ... |
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- ## Qualitätsregeln
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- - Keine Scheinzitate. Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle.
- - Keine geltungserhaltende Reduktion als Standardlösung anbieten.
- - Bei B2B nicht so tun, als sei alles frei verhandelbar; Transparenz und Leitbild bleiben wichtig.
- - Bei B2C streng, verständlich und dokumentationsfähig formulieren.
- - Wenn eine Klausel wirtschaftlich gewollt, aber rechtlich riskant ist: Risiko offen labeln und Fallback anbieten.
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## Quellenanker
Siehe `references/QUELLEN.md`, `references/PRUEFLOGIK.md` und `references/KLAUSELFAMILIEN.md`.
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