workflow-extract · v1.1.0 · 2026-08-15 · sha256 3070eab04ec92d5c
workflow-extract v1.1.0A
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--- name: workflow-extract version: 1.1.0 type: skill author: Lukas Geiger + Claude created: 2026-07-03 updated: 2026-07-03 description: > Baut aus einem Chatverlauf oder aus bestehenden Automatisierungs-Prompts (z. B. eines anderen Agenten-Systems) eine selbstlaufende, user-neutrale Workflow-Automatisierung: einen wiederkehrenden Prompt bzw. Automations-Skill für Cron/Schedule/Loop. Alias: automations-extractor. Nutze diesen Skill bei „mach daraus eine Automatisierung", „das soll regelmäßig/nächtlich laufen", „extrahiere Workflows aus diesen Chatverläufen/Automationen", „Automation aus dieser Session bauen", oder bei `/workflow-extract`. Ergänzt fehlende Automations-Bausteine (Rotations-Auswahl, Check-Registry, Idempotenz, Log-Hygiene, Freigabe-Gate, Eskalations-Handoff, Monitor-Meldedisziplin) systematisch. Enthält auch den Fleet-Audit-Modus: bestehende Automations-Flotten auf Silent-Failures, Redundanz, Drift und Lücken prüfen („prüfe meine Automatisierungen/Scheduled Tasks/Cron-Jobs"). Soll stattdessen ein abrufbarer Skill (Fähigkeit auf Zuruf) entstehen, den Schwester-Skill skill-extractor nutzen. standalone: true anthropic_compatible: true bach_compatible: false bach_origin: false category: infrastructure tags: [automation, workflow, extraction, cron, schedule, loop, transcript, meta, rotation] language: de status: active dependencies: tools: [] services: [] protocols: [] python: [] provenance: origin: "custom" origin_path: null origin_version: null origin_repo: "github.com/ellmos-ai/skills" last_sync_from_origin: null last_sync_to_origin: null local_changes_since_sync: false --- <img src="banner.png" width="100%" alt="workflow-extract banner"> # Workflow-Extract — aus Chatverläufen und Fremd-Automationen Automatisierungen bauen ## Zweck Manche Abläufe gehören nicht in einen Skill, den man bei Bedarf lädt, sondern in eine **Automatisierung, die von allein läuft**: nächtliche Checks, rotierende Projekt-Prüfungen, periodische Pflege-Läufe. Dieser Skill extrahiert solche Workflows aus zwei Quellenarten — Chatverläufen (ein Ablauf wurde interaktiv entwickelt und soll künftig unbeaufsichtigt laufen) und bestehenden Automations-Prompts anderer Systeme (z. B. Codex-Automations, Scheduled Tasks, n8n-Flows) — und macht daraus user-neutrale, robuste Automatisierungs-Prompts oder -Skills. Der Unterschied zum interaktiven Ablauf: Eine Automatisierung hat **niemanden, der korrigiert**. Alles, was in der Session der User abgefangen hat, muss die Automatisierung selbst abfangen. Genau dafür gibt es die Bausteine in `automation-bausteine.md`. ## Ablauf ### 1. Quelle und Zielform klären | Quelle | typischer Fall | | --- | --- | | Aktuelle Session / Transkript | Ablauf wurde interaktiv entwickelt, soll periodisch weiterlaufen | | Fremd-Automation (Prompt-Datei, Cron-Task, n8n-Flow) | Portierung/Abstraktion auf ein anderes System oder in die Bibliothek | Zielformen (eine oder mehrere): - **Automations-Prompt:** eigenständiger, user-neutraler Prompt-Text, einsetzbar in jedem Scheduler (Codex-Automations, Claude `/schedule`/Cron, Scheduled Task, n8n). - **Workflow-Skill:** Skill in der Bibliothek, der den Ablauf beschreibt und vom Automations-Prompt nur noch aufgerufen/parametrisiert wird (bevorzugt, wenn derselbe Ablauf für mehrere Pipelines/Systeme gelten soll — eine Quelle der Wahrheit). - **Command:** dünner Slash-Command für manuelle Auslösung desselben Ablaufs. ### 2. Workflow-Kern extrahieren Aus der Quelle herausarbeiten: - **Kernaufgabe:** Was wird geprüft/gepflegt/erzeugt? (ein Satz) - **Auswahllogik:** Worauf wird die Aufgabe angewandt — festes Ziel oder Rotation über eine Menge (ein Projekt pro Lauf)? - **Vorbedingungen:** Was muss vor der Arbeit gelesen/geprüft werden (Root-Dokumente, Registries, Locks)? - **Dokumentationspflichten:** Wohin werden Ergebnis, Log, Folgeaufgaben geschrieben? - **Abbruchpfade:** Wann endet der Lauf read-only („nichts zu tun" ist ein gültiges Ergebnis)? Bei Chatverläufen zusätzlich die Korrekturschleifen auswerten (siehe `../skill-extractor/transcript-quellen.md`): Jede User-Korrektur ist ein Kandidat für einen Guard, den die Automatisierung künftig selbst braucht. ### 3. Neutralisieren Nach den Regeln in `../skill-extractor/neutralisierung.md`: Mechanik von Konfiguration trennen, Pfade/Hosts/Projektnamen in einen Konfigurationsblock ziehen. Automations-Prompts brauchen den Konfigurationsblock besonders dringend, weil sie wörtlich in Scheduler kopiert werden — konkrete Werte gehören an EINE Stelle am Prompt-Anfang. ### 4. Automations-Bausteine ergänzen Den extrahierten Kern gegen die Checkliste in `automation-bausteine.md` halten und fehlende Bausteine ergänzen — insbesondere Rotations-Auswahl mit Check-Registry, Idempotenz, Log-Hygiene, Lock-Respekt, Read-only-Exit und Abschlussbericht. Ein Workflow ohne diese Bausteine funktioniert im Test und degeneriert im Dauerbetrieb (Doppelprüfungen, wachsende Logs, Kollisionen mit parallelen Agenten). ### 5. Takt und Budget setzen - **Frequenz an Änderungsrate koppeln:** Ein Check muss nicht öfter laufen, als sich sein Gegenstand ändert. Erfahrungswert aus gewachsenen Automations-Beständen: Viele anfangs stündliche Checks wurden auf täglich/wöchentlich reduziert — mit Rotations-Auswahl deckt auch ein seltener Takt die ganze Pipeline ab. - **Nachtfenster für Schweres**, kurze Read-only-Checks dürfen häufiger. - **Kostenbewusstsein:** Jeder Lauf kostet Tokens/Compute; ein Lauf, der meist read-only endet, soll das früh feststellen (Registry lesen VOR teurer Analyse). ### 6. Testen und einsetzen 1. **Trockenlauf:** Den fertigen Prompt einmal interaktiv ausführen (als wäre man der Scheduler) und prüfen: Endet er sauber? Schreibt er Registry/Log korrekt? Bleibt er im Scope? 2. **Grenzfall-Test:** Einen Lauf simulieren, bei dem nichts zu tun ist — er muss read-only mit kurzem Logeintrag enden, nicht „Arbeit erfinden". 3. **Einsetzen:** In den Ziel-Scheduler eintragen; bei Skill-Form zusätzlich in Bibliothek ablegen und deployen. 4. **Fehlerpfad beobachten:** Nach den ersten 2–3 echten Läufen Log/Registry kontrollieren — Automatisierungen scheitern am häufigsten an Pfad-Drift (Ziel wurde verschoben) und an wachsenden Logdateien. ## Fleet-Audit-Modus: eine laufende Automations-Flotte prüfen Für „prüfe meine Automatisierungen": nicht extrahieren, sondern den BESTAND betreiben helfen. Über die Automations-Quelle des Zielsystems (Prompt-/Config-Dateien, Schedules, Run-Logs/Memories) systematisch prüfen: 1. **Silent-Failure/No-op-Erkennung:** Läuft die Automation, tut aber nichts mehr? (Run-Memories/Logs der letzten Läufe lesen: nur noch Leerläufe, Fehler, tote Pfade?) 2. **Redundanz + Ertrag:** Überschneiden sich Automationen im Scope? Steht der Ertrag (Output, behobene Befunde) noch im Verhältnis zum Verbrauch (Tokens, Läufe)? 3. **Drift:** Passen Prompt-Pfade, Konventionen und Schedules noch zur Realität? (Ziele verschoben, Policies geändert, Takt zu hoch für die Änderungsrate.) 4. **Katalog-Abgleich:** Fehlt eine Automation, die es geben sollte (Lücken im Muster-Raster)? Vorschläge nur freigabe-gegated (Baustein 12), nie selbst scharf schalten. 5. **Befund-Bericht:** pro Automation eine Zeile (behalten | anpassen | pausieren | zusammenlegen | löschen) + Begründung; Änderungen selbst nur nach Freigabe. ## Bulk-Modus: Automations-Bestände oder viele Transkripte sichten Für „prüfe alle Automationen von System X auf abstrahierbare Workflows" oder „extrahiere Automatisierungs-Kandidaten aus alten Chatverläufen": 1. **Datenreduktion wie im skill-extractor** (Map-Reduce über Subagenten, `swarm-operations`-Muster): Pro Bündel ein Subagent, der je Quelle meldet: Kernaufgabe | Muster (z. B. Rotation-Check, Health-Check, Ideen-Mining) | einzigartige Elemente | user-neutral abstrahierbar? | abgedeckt durch existierenden Skill? 2. **Muster vor Einzelstücken:** Wenn viele Quellen dasselbe Gerüst teilen (z. B. 40 Rotations-Checks), wird das GERÜST ein Skill und die Einzelfälle werden Parametrisierungen — nicht 40 Einzel-Skills. 3. **Dedup gegen die bestehende Skill-/Command-Landschaft**, dann nummerierte Kandidatenliste an den User vor dem Massenbau. ## Beispiel ```text User: „Wir haben heute die Zitationsprüfung für ein Paper durchgespielt — das soll ab jetzt wöchentlich über alle Paper laufen." 1. Zielform: Automations-Prompt für den Scheduler + Verweis auf rotation-check. 2. Kern: Zitate eines Papers gegen Originalquellen prüfen (Web/Datenbank), Korrekturen einpflegen, bei Änderungen Folgeaufgabe „Neu-Upload" in TODO.md. 3. Neutralisieren: Pipeline-Root, Registry-/Log-Pfade → Konfigurationsblock. 4. Bausteine ergänzen: Rotations-Auswahl (ein Paper pro Lauf), Registry lesen VOR Auswahl, Read-only-Exit („alle Quellen ok"), Log-Hygiene, Abschlussbericht. 5. Takt: wöchentlich reicht (Papers ändern sich langsam); Trockenlauf + Leerlauf-Test, dann in den Scheduler. ``` ## Red Flags | Gedanke | Realität | | --- | --- | | „Der Ablauf lief in der Session, also läuft er auch als Automation" | Ohne User fehlen alle Korrektive — Bausteine-Checkliste ist Pflicht. | | „Stündlich schadet nicht" | Doch: Tokens, Log-Wachstum, Kollisionsrisiko. Takt an Änderungsrate koppeln. | | „Ich baue für jede Variante eine eigene Automation" | Gemeinsames Gerüst als Skill, Varianten als Parameter. | | „Nichts gefunden — dann suche ich mir eben andere Arbeit" | Read-only-Exit mit Logeintrag ist das korrekte Ergebnis eines Leerlaufs. | ## Verwandte Skills - `skill-extractor` — gleiche Extraktion, Ziel ist ein abrufbarer Skill; teilt Neutralisierung und Transcript-Quellen (dort dokumentiert). - `rotation-check` — das Standard-Gerüst für rotierende Pipeline-Checks (häufigster Automations-Typ); als Baustein referenzieren statt neu erfinden. - `swarm-operations` — Schwarm-Muster für Bulk-Sichtung. ## Changelog ### 1.1.0 (2026-07-03) - Fleet-Audit-Modus (laufende Automations-Flotte prüfen: Silent-Failures, Redundanz, Drift, Lücken) — integriert statt als eigener Skill (Dedup-Entscheid). - Drei neue Bausteine in automation-bausteine.md: Freigabe-Gate über Sentinel-Dateien (12), Gestaffelte Eskalation mit Handoff-Artefakt (13), Melde-Disziplin für Monitore (14). ### 1.0.0 (2026-07-03) - Initiale Version. Entstanden aus der Abstraktion des Codex-Automations-Bestands (77 Automationen, dominantes Rotations-Check-Muster) in user-neutrale Bausteine.